Regionales Entwicklungskonzept

Die Anfänge des Regionalen Entwicklungskonzeptes

Die Städte Reichenbach im Vogtland, Greiz, Netzschkau und Elsterberg arbeiten bereits langjährig über die sächsisch-thüringische Landesgrenze hinaus als Städteverbund „Nordöstliches Vogtland“ zusammen. Der durch Willenserklärung der Bürgermeister von 1996 sowie Kooperationsvereinbarung von 2008 geformte informelle Städteverbund umfasst eine Fläche von 157 km². In den vier Städten wohnen derzeit insgesamt rund 47.000 Personen.

Grundlage des gemeinsamen Handelns der vier Städte war in der Vergangenheit ein bereits Mitte der 1990er Jahren erstelltes Regionales Entwicklungskonzept für den Raum Greiz-Reichenbach, welches 2008 zuletzt fortgeschrieben wurde. Seitdem sind 18 Jahre vergangen und es haben sich die Rahmenbedingungen und Herausforderungen in ökonomischer, demografischer und administrativer Hinsicht grundlegend verändert.

Die Fortschreibung

Aufgrund der veränderten Ausgangssituation beschloss der Städteverbund im Jahr 2024, eine Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzeptes voranzutreiben. Dieses soll bis zum Jahresende 2027 die Ausgangslage neu evaluieren und gezielte Impulse zur effektiveren Zusammenarbeit, sowie konkrete Handlungsmaßnahmen herausarbeiten. Die Erstellung des Konzeptes erfolgt durch die Wirtschaftsfördergesellschft Ostthüringen mbH mit Sitz in Gera. Diese Maßnahme wird durch Landesmittel aus Sachsen (Förderrichtlinie Regionalentwicklung) und Thüringen (Richtlinie zur Regionalentwicklung und zum demografischen Wandel) gefördert.

Zielsetzung der Fortschreibung

  • die Fortsetzung des verbindenden Radwege- und Wanderwegeausbaus (u.a. lückenloser Ausbau des Elstertal- und Göltzschtalradwegs)
  • die weitere touristische und kulturelle Aufwertung des Göltzschtalbrückenareals durch gemeinsame Tourismus- und Veranstaltungsaktivitäten
  • stärkere Vermarktung der Verbundsstädte auch in ihrer Eigenschaft als Schlösser- und Burgenstandorte (alle vier Städte verfügen über mind. ein entsprechendes Objekt)
  • abgestimmte bzw. gemeinsame Erschließungs- sowie auch Vermarktungsaktivitäten von Gewerbestandorten
  • generell die Verbesserung des überregionalen Marketings des Städteverbundes als Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusraum 
  • verstärkte gemeinsame Nutzung der Bildungs- undForschungspotentiale
  • effektivere Koordinierung und gemeinsame Durchführung von Veranstaltungen sowie Sicherung der Auslastung von Veranstaltungskapazitäten 
  • gemeinsame Interessensvertretung in Belangen, welche auf übergemeindlicher Hierarchieebene liegen, v.a.:
  • gezielte Verbesserungen in den ÖPNV-Verbindungen innerhalb des Städteverbunds; Verbesserung der Straßenanbindung an A72 aus Richtung Greiz/Elsterberg,
  • effektiveres gegenseitiges Informationsmanagement bei raumbedeutsamen Entwicklungsvorhaben
  • Best-Practise-Transfer untereinander sowie von vergleichbaren Städteverbünden (v.a. Mittelzentraler Städteverbund „Göltzschtal“),
  • gemeinsame Entwicklung von Ideen und Konzepten bei neuen und verfestigten Herausforderungen z.B. Digitalisierung der Verwaltung, ökologische (Um)gestaltung städtischer Räume unter den Aspekten des Klimawandels, Umgang mit Problemimmobilien, stärkerer Einbezug junger Menschen in Stadt- und Regionalentwicklung
Unterzeichnung der Verträge durch den Städteverbund und die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen mbH
Unterzeichnung der Verträge durch den Städteverbund und die Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen mbH
Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung
Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung