Stadtentwicklung

Radverkehrskonzept

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 07.10.2019 das Radverkehrskonzept der Stadt Reichenbach als informelles Planungsinstrument und als Teilfachkonzept des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (InSEK) beschlossen.

Radverkehrskonzept (Bericht/ Textteil mit Bildern)

Anlage 1 Karte bedeutende Quellen und Ziele für den Radverkehr

Anlage 2 Karte Sektoreneinteilung

Anlage 3 Karte Übersicht Haupt- und Nebennetz

Die Stadt Reichenbach möchte mit der Erstellung des Radverkehrskonzeptes (RVK) ein grundsätzliches informelles Planungsinstrument schaffen (u.a. Berücksichtigung im InSEK und bei Baumaßnahmen an Straßen, Wegen, Plätzen), welches bei künftigen Planungen und baulichen Veränderungen als Entscheidungsgrundlage dient. 

Es soll im ersten Schritt die Voraussetzungen für die Schaffung eines „fahrradfreundlichen Klimas“ bewirken und zur Verbesserung des Schutzes des Radfahrers beitragen. 

Die touristische Nutzung des Rades ist in Reichenbach derzeit weiter verbreitet als die Nutzung im Alltag. Deshalb ist das Konzept vordergründig ein Konzept für den Alltagsradverkehr, welcher zur Verringerung des Kfz-Verkehrs beitragen soll. Gerade in Bezug auf die Stellplatzproblematik trägt eine Erhöhung des Radverkehrs zur Verringerung von benötigten Pkw-Stellplätzen und der hierfür notwendigen Suchfahrten bei. Mit einer Verringerung des Pkw-Verkehrs erhöhen sich nachweislich die Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Stadt und das Erleben der Stadt durch die Fußgänger und Radfahrer.

Hauptsächlich wird die Verbesserung des Sicherheitsgefühls des Radfahrers beabsichtigt, da dessen Fehlen eines der Haupthemmnisse für die alltägliche Benutzung des Fahrrades in Reichenbach darstellt.

Hauptzielgruppe muss dabei der am Radverkehr interessierte Verkehrsteilnehmer (60% der Verkehrsteilnehmer) sein, der sich bisjetzt aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen in Reichenbach nicht für die Benutzung des Fahrrades entscheidet.

Ein Radverkehrsanteil von 10% im Modal-Split wird angestrebt.

Die Erstellung eines städtischen Radverkehrskonzeptes war seit längerem ebenfalls im Maßnahmenkatalog des Energiepolitischen Arbeitsprogramms im Rahmen der Teilnahme am European Energy Award (eea) verzeichnet.  

Im Zuge der Erarbeitung einer Radverkehrskonzeption des Vogtlandkreises 2017/2018 wurden Jahr die bestehenden Radwegeverbindungen und grundsätzliche geplante Vernetzungen in Reichenbach dem Landratsamt zugearbeitet. 

Durch die Fusion mit der Stadt Mylau im Jahr 2016 wurde das Untersuchungs- und Hoheitsgebiet ausgedehnt und damit die Eingriffsmöglichkeiten für neue Routenverknüpfungen erweitert.

Nicht zuletzt durch die Bürgerworkshops und den Nachfragen aus den Reihen der Stadtratsfraktionen wurde deutlich, dass eine aktuelle Bestandsanalyse der vorhandenen Radwege sowie eine strategische Zielausrichtung zur Radroutenvernetzung sowohl für den Alltagsradverkehr als auch für den touristischen Radverkehr notwendig werden.

Im Februar 2018 wurde das Büro Projekta Ingenieurgesellschaft für Tiefbautechnik mbH aus Auerbach mit der Erarbeitung des städtischen Radverkehrskonzeptes beauftragt. 

In der Folge gab es einen intensiven Meinungs- und Informationsaustausch zwischen dem Planungsbüro und den zuständigen Mitarbeitern des SG Stadtplanung.

So gab es z.B. mehrere gemeinsame Vor-Ort-Befahrungen mit dem Fahrrad entlang von (un-)bekannten und praktikablen Radwegestrecken, um Potentiale, Probleme und Konflikte für den Radverkehr auszuloten. 

Das geplante Wegenetz wurde u.a. mit Einbeziehung der vorhandenen räumlichen, verkehrsrechtlichen und touristischen Gegebenheiten betrachtet und abgeprüft.

Eine abschließende grundstücksrechtliche Prüfung konnte noch nicht vorgenommen werden.

Beim Alltagsradnetz werden schnelle, direkte Routen bevorzugt, welche wenige Umwege bedingen. Aus diesem Grund werden auch die Bundesstraßen einbezogen.

Aufbauend auf diesen Relationen wurden Straßen- und Wegeachsen hinsichtlich ihrer Tauglichkeit und Akzeptanz für/durch den Radfahrer ausgewählt.

Gleichzeitig soll mit der Konzeption zum Alltagsradverkehr aber natürlich auch eine Verbesserung des Freizeitradverkehrs erreicht werden, der nicht zuletzt durch den gestiegenen Anteil an „neuen“ Fahrradfahrern zunehmend an Bedeutung gewinnt (Stichwort: E-Bike).

 

 

Fachkonzept Brachen als Teilfachkonzept des InSEK

Mit Beschluss des Stadtrates vom 04.06.2018 wurde das Fachkonzept Brachen der Stadt Reichenbach als informelles Planungsinstrument und als Teilfachkonzept des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (InSEK) beschlossen.Die federführende Erarbeitung oblag dem Fachbereich 2 Bau und Stadtentwicklung, Abt. Stadtentwicklung/ -planung/ Bauordnung.

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept INSEK der Stadt Reichenbach wird um das Fachkonzept Brachen ergänzt. Das Fachkonzept besitzt in der Hauptsache Verknüpfungen zu den Fachkonzepten 
• Städtebau/Wohnen/Denkmalpflege
• Wirtschaft/Arbeitsmarkt/Handel und
• Umwelt.

Das Konzept soll langfristig einen Beitrag zur deutlichen Senkung der Brachen in Bezug auf Anzahl und Fläche leisten. Mit der Revitalisierung von Brachen und Brachflächen zielt die Stadt Reichenbach auf spürbar verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen, eine Verringerung des Flächenverbrauchs und auf eine Verbesserung der Umweltsituation ab. Die Verbesserung des Stadtbildes wird angestrebt.

 

 

Integriertes Stadtentwicklungskonzept

Die zukünftige Entwicklung unserer Stadt soll im Gesamtstädtischen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) für die nächsten 10-15 Jahre fixiert werden.

Sie können sich das INSEK (Stand: Mai 2011) als einzelne Kapitel downloaden.Das Konzept als Druckexemplar ist im Markt 1 beim Sachgebiet Stadtplanung einsehbar.