Wanderweg "Zur Karlshöhe"

Wasserturm, Wahrzeichen der Stadt Reichenbach
Wasserturm, Wahrzeichen der Stadt Reichenbach
Triangulationssäule "Station Carlshöhe" von 1876
Triangulationssäule "Station Carlshöhe" von 1876

Streckenbeschreibung

Bahnbrücke Zwickauer Straße – Cunsdorfer Straße – OT Cunsdorf – Am Karlsturm – Triangulationssäule „Station Carlshöhe“ – OT Brunn – Windmühlenweg – Zwickauer Straße – Wasserturm – Rosenstraße – Stockmannstraße – Zwickauer Straße, Bahnbrücke  

Start und Ziel:
Bahnunterführung Zwickauer Straße, Reichenbach 
Länge: ca. 10 km, Gehzeit ca. 2,5 Stunden 
Wegbeschaffenheit: Straße, Feldweg, viel Asphalt und Beton  

Wir gehen von der Bahnunterführung aus nach links an der Cunsdorfer Straße bergan in Richtung Sporthalle/ Brunn. Links sehen wir historische Stadtscheunen, die beim Stadtbrand 1833 verschont blieben und heute zu Wohnungen und Garagen umgebaut sind. Rechts stehen die Gebäude des ehemaligen Reichenbacher Schlachthofes. Der Weg führt nun leicht bergab am Stadtpark vorbei nach Cunsdorf, einem 1924 eingemeindeten Stadtteil. Wir folgen der Hauptstraße (Kneippstraße) weiter in nördliche Richtung, vorbei an der ehem. Jahn-Brauerei bis zur August-Jahn-Straße, die wir bergauf wandern, bis wir die Straße Am Karlsturm erreicht haben. Nun gehen wir nach rechts am Waldrand entlang mit Ausblick auf den Wasserturm und die Siedlung Am Heinrichstollen. Bei sehr guter Sicht erkennt man die Burg Schönfels, in der Ferne den rauchenden Schlot von Chemnitz und nördlich über dem Wald die Wasserdampf-Säulen von Böhlen bei Leipzig. (bis hierher ca. 1 Std. Gehzeit)

An der Waldecke zweigt rechts ein Feldweg nach Brunn ab. Bevor wir diesen Weg weiter wandern, suchen wir die TriangulationssäuleStation Carlshöhe“ von 1876 auf, die im Wald versteckt vom Weg aus nicht zu sehen ist. Um sie zu finden, gehen wir vom Abzweig wieder 15 m zurück und im rechten Winkel den Waldweg (blaue Markierung) nach oben. Nach ca. 1 bis 2 Minuten haben wir den höchsten Punkt der Reichenbacher Flur (471 m NN) erreicht und stehen vor der denkmalgeschützten Triangulationssäule, die mit anderen Säulen der Landvermessung durch Dreiecksberechnungen diente. Die Baracken im Wald gehören zum Hundesportplatz, von dem aus man schnell zur Kahmerer Straße kommt (s. Route 2).

Nachdem wir den etwas unübersichtlichen Weg von der Säule Carlshöhe zurück zum Hauptweg gegangen sind, wandern wir in östliche Richtung zum OT Brunn, den wir in ca. 15 Minuten erreichen. An der Einmündung Zur Karlshöhe / Dr.-Eckener-Straße finden wir einen alten Wanderwegweiser mit blauer Markierung. Wir gehen die Dr.-Eckener-Straße bergab – vorbei am Oberen Gasthof Brunn – bis zum Gemeindezentrum (ehem. Schule). Diese Straße gehörte bis ins 18. Jh. hinein zum einstigen Fernstraßennetz von Nürnberg kommend über Reichenbach nach Werdau – Leipzig und nach Zwickau. Wir biegen am Gemeindezentrum rechts in den Windmühlenweg ein. Von 1720 bis 1907 stand hier auf einer freien Fläche eine Bockwindmühle. Am Windmühlenweg laden eine Rundbank um eine Linde, mehrere Einzelbänke sowie eine Schutzhütte zur Rast ein. Von hier aus hat man einen weiten Blick zu den Windrädern und den Silos von Neumark im Osten und dem Kuhberg bei Netzschkau im Westen. Im Vordergrund liegt das Wohngebiet am Wasserturm. Nach rund 30 Minuten erreichen wir das Gewerbegebiet Ost an der Zwickauer Straße. Wir überqueren die Hauptstraße (B173) und gehen den Fuß-Rad-Weg nach rechts bis zur Ringstraße. Dort biegen wir links ein, gehen am Stadion vorbei zum Wasserturm, dem Wahrzeichen der Stadt Reichenbach. (1926 erbaut, 28 m hoch, Bauhausstil, Architekt Rudolf Ladewig) 1998 wurde er saniert und rekonstruiert, so dass er noch heute seiner Funktion gerecht wird. Im Turm befinden sich eine Gaststätte und oben eine Aussichtsplattform, die bestiegen werden kann. Bänke im schön gestalteten Außenbereich laden zum Verweilen ein.

Unser Weg führt in südliche Richtung über die Turmstraße bis zur Rosenstraße, in die wir rechts einbiegen. Hier beginnt das schönste Wohngebiet Reichenbachs, die Gartenstadt. Diese Wohnungsgenossenschaft wurde 1910 gegründet. Über den Rosenplatz und die Ahornstraße wandern wir zur Stockmannstraße, auf dieser hinab, bis wir wieder an die Zwickauer Straße gelangen. Nun biegen wir links ab und haben nach ca. 100 m die Bahnbrücke, unseren Ausgangs- und Endpunkt, erreicht.

Hinweis: Straßennamen sind kursiv gedruckt, OT = Ortsteil, Text: Regina Möller, Fremdenverkehrsverein „Nördliches Vogtland“ regina.moeller@web.de