Sanierungsgebiete

Sanierungsgebiet Nr. 1 "Stadtzentrum"

Seit dem 02.07.2003 gibt es in Reichenbach das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet 1 "Stadtzentrum", das 21 Hektar umfasst. In diesem Gebiet gelten besondere Vorschriften nach dem Baugesetzbuch, welche u.a. bei Baumaßnahmen, Grundstücksverkäufen/ Grundstücksbeleihungen zu beachten gilt.

Die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen umfasst Ordnungs- und Baumaßnahmen (gemäß §147 und §148 BauGB).

Als Orientierungshilfe für die städtebauliche Gestaltung bei Sanierungen und Modernisierungen zur Bewahrung ortstypischer und historischer Bauformen steht die Gestaltungsfibel für die Altstadt zur Verfügung. (Im Original in der Bibliothek oder im Stadtplanungsamt einsehbar.)

Weiterführende Informationen erhalten Sie im Bürgerservice unter der Lebenslage Bauen und Eigentum.

Sanierungsgebiet "Stadtkern Mylau"

In seiner Sitzung vom 02.07.2018 beschloss der Stadtrat die Satzung zur Aufhebung der Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Stadtkern“ Mylau vom 14.06.2010 und der Satzung über die Erweiterung des Sanierungsgebietes „Stadtkern“ Mylau vom 19.07.2006 und erklärte gemäß § 162 Abs. Nr. 1 BauGB die Durchführung der Sanierung als beendet.

Seit dem 14.07.1993 gab es im Ortsteil Mylau das förmlich festgesetzte Sanierungsgebiet "Stadtkern Mylau", das nach einer Erweiterung im Jahr 1994 ca. 14 Hektar umfasste. Auch hier galten die besonderen Vorschriften nach dem Baugesetzbuch (BauGB).

Erfüllung der Sanierungsziele

Seit Aufnahme in das Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ (SEP) im Jahr 1998 kann die Stadt zum Abschluss des Sanierungsverfahrens auf gute Ergebnisse verweisen.

Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren 4,9 Mio € davon Bund 1,67 Mio €, davon Land 1,67 Mio €, davon Eigenmittel 1,56 Mio € in das Mylauer Sanierungsgebiet. Zum Beispiel wurden 8 Straßen- und Wegebaumaßnahmen umgesetzt. Die Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung von Straßen, Wegen und Plätzen konnte fast vollständig realisiert werden. Zwei innerstädtische Plätze wurden neugestaltet, der Markplatz und der Vorplatz der Stadtkirche Mylau. Ein Teil der Stützmauer an der Burg wurde grundlegend saniert.

Mit 19 privaten Bauherren wurden Modernisierungsvereinbarungen abgeschlossen. 8 private und gemeindeeigene Grundstücke wurden freigelegt.

Drei Gemeinbedarfseinrichtungen wurden saniert und modernisiert bzw. neu errichtet. (Burg Mylau, Bauhof, Rathaus). Herausragende Einzelmaßnahme ist zweifellos die umfassende Sanierung der denkmalgeschützten Burg Mylau. In mehreren Bauabschnitten wurden der Rote Turm, der Uhrenturm, das Gärtnerhaus und die Wehrmauer saniert und instandgesetzt. Allein für diese Maßnahmen flossen rund 679.000,00 Euro an Fördergeldern (3/3).

Mit Abschluss der Sanierungsmaßnahme sind gemäß § 154 Abs. 1 BauGB Ausgleichsbeträge von den Eigentümern, deren Grundstücke im Sanierungsgebiet liegen, zu erheben. Diese Beträge konnten gemäß § 154 Abs. 3 BauGB weitgehend vorzeitig abgelöst werden. Dieser Ablösungsprozess wurde im Jahr 2014 eingeleitet und bis Ende 2015 wurden für 122 Grundstücke die Ausgleichsbeträge vorzeitig abgelöst. Von den insgesamt zu veranlagenden 210 Grundstücken sind demnach noch für 88 Grundstücke (Stand: Juli 2018) die Ausgleichsbeträge per Bescheid nach Aufhebung der Sanierungssatzung zu erheben.