Stadt- & Nachtwächterführungen

Postmeilensäule im Herzen der Stadt
Postmeilensäule im Herzen der Stadt

17. Februar: Nachwächterführung & 25. März: Stadtführung

17. Februar: Nachtwächterführung durch Alt-Reichenbach  

„Hört, ihr Leut und lasst euch sagen, unsre Glock hat zehn geschlagen. Löscht das Feuer, löscht das Licht, dass kein Unheil euch geschieht.“ Mit seinem Ruf warnte der Nachtwächter die schlafenden Bürger vor Feuer, Feinden und Dieben und sagte somit auch die Stunden an.
Er prüfte, ob Stadttore und Haustüren verschlossen waren und sorgte nachts für Ordnung und Sicherheit in der Stadt. Verdächtige Personen, die unterwegs waren, durfte er anhalten, befragen und notfalls festnehmen. Er war die Security des Mittelalters.

Hannes Reinhold vom Fremdenverkehrsverein „Nördliches Vogtland“ führt Sie als Nachtwächter vom Rathaus aus durch das Stadtgebiet, das einst von einer Stadtmauer umgeben war, und kann von allerlei kuriosen und amüsanten Begebenheiten aus der „guten alten Zeit“ berichten.

Treffpunkt | Dauer | Kosten
Treffpunkt: 18 Uhr, Eingang Rathaus, Markt 1
Dauer: 1,5 Stunden
Kosten: 3 Euro pro Person, Kinder unter 10 Jahren sind frei
Info unter Tel. 01722716152 (Fremdenverkehrsverein "Nördliches Vogtland" e.V.) möglich.  

25. März, Stadtführung Reichenbach: Die Bahnhofsvorstadt  

Seit 1851 ist Reichenbach an die Bahnstrecke Leipzig – Hof angeschlossen. In den Folgejahren entwickelten sich Industrie und Eisenbahnverkehr sehr stürmisch.
Unternehmen wie die Maschinenfabrik „Cyclop“ und die Dampfmühle Keller hatten Bahnanschluss.
Die „Vogtländische Eisenbahn“ nach Eger und die Greiz-Brunner Strecke gingen 1865 in Betrieb. Nach 20 Jahren war der Bahnhof trotz Aufstockung des Empfangsgebäudes zu klein und wurde durch einen Inselbahnhof ersetzt.
Ab 1877 führten Brücken über die Gleise, neue Straßen, Wohnhäuser mit Verkaufseinrichtungen, ein Hotel, Fuhrunternehmen und weitere Fabriken entstanden und bildeten nun eine Vorstadt.

Regina Möller vom Fremdenverkehrsverein „Nördliches Vogtland“ e.V. begibt sich mit Ihnen auf Spurensuche nach Zeitzeugen dieser rasanten Entwicklung im 19. Jahrhundert.
Welche Straßenzüge und Wohnhäuser stehen noch, sind restauriert oder verfallen? Gibt es noch Fabriken, die Ende 19. Jahrhunderts gebaut wurden, oder was ist heute dort? Was wurde aus dem „Cyclopviertel“? Wie geht es mit dem ehemaligen Bahnbetriebswerk und dem Güterbahnhof in Zukunft weiter?

Treffpunkt | Dauer | Kosten
Treffpunkt: 14 Uhr, „Salzgrotte“ Fedor-Flinzer-Straße
Dauer: 2,5 Stunden
Kosten: 3 Euro pro Person, Kinder unter 10 Jahren sind frei
Info unter 03765 69395 oder regina.moeller@web.de möglich