Neuberin-Museum
Na, hast du auf der Straße das Bild aus schwarzen Pflastersteinen gesehen? Genau an dieser Stelle befand sich früher eines der vier Stadttore – das Plauische Tor. Wie auch die anderen Stadttore war es streng bewacht. Wenn dich interessiert, wo genau damals die Stadtmauer entlangging, musst du unbedingt in unser Museum kommen! Hier gibt es ein tolles Modell von Reichenbach mit seiner Stadtmauer. Außerdem kannst du noch viel mehr über Reichenbach und Friederike Caroline Neuber lernen.
Friederike Caroline Neuber … Sicher kommt dir der Name bekannt vor. Ja, genau – das war die Frau, die das Theater reformierte und den Harlekin verbannte. Friederike Caroline wurde 1697 hier in diesem Gebäude geboren. Als sie fünf Jahre alt war, zog sie mit ihren Eltern nach Zwickau.
Heute befindet sich in dem Haus ein wunderschönes Standesamt, in dem man heiraten kann. Außerdem gibt es zu Weihnachten immer ganz besondere Weihnachtsausstellungen für Kinder und eine riesengroße Weihnachtspyramide. Wenn nicht gerade Weihnachten ist, gibt es unterschiedliche Ausstellungen im Museum. Die Ausstellung zu Friederike Caroline Neuber und zur Stadtgeschichte kann außer montags und samstags an jedem Tag besucht werden. Und im Museumskeller kann man in einer tollen Gaststätte gut essen.
weitere Highlights
Wenn du noch mehr über die Geschichte von Reichenbach erfahren möchtest, kannst du später auch noch die Burg Mylau besuchen. Sie ist eine der einzigen fast vollständig erhaltenen und zugleich größten Burganlagen des sächsischen Vogtlandes.
Hoch hinaus geht es auf dem Wasserturm, der dieses Jahr im September seinen 100. Geburtstag feiert. Von der Aussichtsplattform auf dem Dach des Wasserturms aus hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt.
Wenn euch das zu hoch ist, könnt ihr auch das Alaunwerk besuchen. Hier wurde im Stollen und im Bergwerk der Alaunschiefer abgebaut. Heute kann man beim Besuch des Bergwerks die bunten Grotten bewundern. Außerdem gibt es Stalaktiten und Stalagmiten zu entdecken. Weißt du, was das ist und was die beiden unterscheidet? Das herauszufinden ist wirklich sehr spannend!
Natürlich lohnt sich auch ein Besuch der Göltzschtalbrücke. Das ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt! Sie wurde damals für die Eisenbahnstrecke von Leipzig nach Nürnberg gebaut. Der Bau dauerte fünf Jahre. Seitdem fahren täglich Züge über die Brücke. Vielleicht bist du auch schon einmal mit dem Zug über die Göltzschtalbrücke gefahren?
Auf geht’s zum letzten Punkt unseres Rundganges. Wir sehen uns gleich wieder am alten Königsplatz.
Wissenswertes zwischen den Stationen
Reichenbach erhielt schon früh einen Bahnhof. Seit 1846 fuhr die Eisenbahn von und bis Reichenbach. Allerdings gab es damals die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, noch nicht. Alle Passagiere der Eisenbahn mussten in Reichenbach aussteigen und das Gepäck in eine Pferdekutsche laden. Mit der Kutsche ging es nach Plauen. Dort wurde das Gepäck wieder in die Eisenbahn geladen und man konnte auf der Schiene weiterfahren. Natürlich funktionierte das genauso in die andere Richtung. 1846 begann dann der Bau der Göltzschtalbrücke und ab 1851 konnten die Züge über die Brücke fahren.
Auf dem Weg zur letzten Station, an der unser Rundgang begann, kommt ihr am Marktplatz und dem Rathaus vorbei. Früher stand das Rathaus dort, wo heute der Springbrunnen ist. Das könnt ihr noch auf der großen Tafel am Brunnen sehen. Bei dem letzten großen Stadtbrand 1833 wurden alle Häuser am Markt, auch das Rathaus, zerstört. Das Rathaus wurde später an der heutigen Stelle neu aufgebaut.
Außerdem gab es in dem Gasthaus „Zum Goldenen Anker“ eines der ersten Telefone in Reichenbach. Wer damals telefonieren oder eine Nachricht versenden wollte, musste zum Telegrafenamt.
Auf dem Weg zum Postplatz lauft ihr an der alten Stadtapotheke vorbei. 1807 erhielt sie die Erlaubnis und den Auftrag des damaligen Königs, die Apotheke zu betreiben. An der Außenseite des Hauses in Richtung Postplatz könnt ihr noch Reste der Stadtmauer sehen. Hier befand sich auch ein weiteres Stadttor – das Zwickauer Tor.







