Postplatz

Der Postplatz ist einer der zentralen Plätze in der Reichenbacher Innenstadt. Hier gibt es die wunderschöne Trinitatiskirche mit dem Trinitatispark, das alte Postamt und das Schenkerhaus. Außerdem befindet sich hier das Gebäude der Sparkasse.

Die Trinitatiskirche wurde vor 400 Jahren als Friedhofskapelle erbaut und erhielt vor knapp 130 Jahren ihre beiden Türme. Nach Beschädigungen bei den großen Stadtbränden 1720 und 1773 wurde die Kirche anschließend umgebaut und erneut geweiht. Bis heute gehen die Menschen in die Kirche um zu Gott zu beten oder in Ruhe über verschiedene Dinge nachzudenken. Oft gibt es Veranstaltungen für die ganze Familie - Highlights sind dabei die Konzerte!

Rechts der Kirche steht das Schenkerhaus. An den Erbauer, Franz Louis Schenker aus Hirschmühle bei Greiz, erinnert der Hirsch am Gebäude. Kannst du den Hirsch entdecken? Vor über 150 Jahren gründete Franz Louis eine Kolonialwaren-, Tabak- und Zigarrenhandlung. Wie es damals aussah, kannst du auf Bildern im Gebäude entdecken.

Gegenüber der Kirche steht die heutige Sparkasse. Nach dem Stadtbrand von 1833 wurde der Gasthof mit Hotel „Zum Goldenen Lamm“ erbaut. Seit 70 Jahren ist hier der Sitz der Sparkasse Reichenbach. Übrigens bezahlte die Sparkasse den ersten Umbau des Postplatzbrunnens. Damals sprudelte noch Wasser aus einer Welle. 2025 baute die Stadt den Brunnen um. Wenn es richtig warm ist, darf man barfuß durch das kalte Wasser laufen.

Der Postplatz erhielt seinen Namen von dem ehemaligen kaiserlichen Postamt. Das Gebäude steht auf der linken Seite der Kirche. Das Postamt wurde 1904 eröffnet. Bis 1922 hieß der Postplatz noch Königsplatz, da König Albert von Sachsen Reichenbach besuchte und im Hotel „Zum Goldenen Lamm“ übernachtete.

Auf dem Weg zur nächsten Station kommst du an der Postsäule vorbei. Schau doch mal, wie lange die Pferde damals von hier bis zur nächsten Stadt gebraucht haben!

Von der Postsäule aus geht es weiter zum Sebastian-Bach-Platz. Seid ihr gut zu Fuß, kommt ihr vom Marktplatz aus vorbei am Griechen „El Greco“ die Treppen hinunter zum Sebastian-Bach-Platz. Könnt ihr keine Stufen laufen? Dann geht zum Mylauer Tor hinunter und biegt vor „Julias Bäck am Eck“ nach links in den Sebastian-Bach-Platz ein. Lauft die Straße entlang bis zum Tor in der Stadtmauer.

Harlekin mit Maske in der Hand am Postplatzbrunnen
Harlekin mit Maske in der Hand am Postplatzbrunnen
Aufnahme der Postsäule in der Marktstraße
Aufnahme der Postsäule in der Marktstraße

Ihr steht auf dem zweitwichtigsten Platz in der Innenstadt. Rechts neben der Kirche gibt es das Schenkerhaus. Franz Louis Schenker aus Hirschmühle bei Greiz baute damals das Haus und versteckte extra einen Hirsch (in der Fassade). Kannst du den Hirsch entdecken?

Der Postplatz erhielt seinen Namen von dem ehemaligen kaiserlichen Postamt. Das Gebäude steht auf der linken Seite der Kirche. Bis 1922 hieß der Postplatz noch Königsplatz, da König Albert von Sachsen Reichenbach besuchte und hier übernachtete.

Auf dem Weg zur nächsten Station kommst du an der Postsäule vorbei. Schau doch mal, wie lange die Pferde damals von hier bis zur nächsten Stadt gebraucht haben!

Von der Postsäule aus geht es weiter zum Sebastian-Bach-Platz. Seid ihr gut zu Fuß, kommt ihr vom Marktplatz aus vorbei am Griechen „El Greco“ die Treppen hinunter zum Sebastian-Bach-Platz. Könnt ihr keine Stufen laufen? Dann geht zum Mylauer Tor hinunter und biegt vor „Julias Bäck am Eck“ nach links in den Sebastian-Bach-Platz ein. Lauft die Straße entlang bis zum Tor in der Stadtmauer.

Wissenswertes zwischen den Stationen

Vor über 1.000 Jahren ließen sich die ersten Siedler in der Altstadt nieder. Hier war ein guter Platz, da wichtige Verkehrsrouten entlangführten. Die heutige Reichsstraße war einer der wichtigsten Handelswege im Mittelalter. Die Menschen konnten hier ihre Waren handeln und die Tiere konnten sich für die weitere Reise ausruhen.

1212 wurde die Stadt das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Das war somit ihr „Geburtstag“.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie Reichenbach zu seinem Namen gekommen ist:

  1. Es gab sehr viele wasserreiche Bäche. Die Stadt war also REICH an BÄCHEN. Wasser war damals wie heute sehr wichtig. Da es noch keine Wasserleitungen gab, waren die Leute sehr froh, wenn sie das Wasser nicht weit tragen mussten.
  2. In den Bächen wurde damals Gold gefunden. Somit machte der BACH die Leute REICH.
  3. „Bac“ bedeutet ein mit Palisadenwänden befestigter und gesicherter Platz. „Reich(en)“ ist abgeleitet von einem Platz an einer Böschung oder an einem abfallenden Rand. Damit könnte die Stelle des Kirchplatzes gemeint sein, die erhaben über der Altstadt liegt.

60 Jahre nach der urkundlichen Erwähnung erhielt die Stadt das Markt- und Verkehrswegerecht. Das bedeutet: Die Stadt konnte eigene Zölle erheben und wurde nicht von einem Adeligen (König oder Graf) oder der Kirche verwaltet. Durch einen Krieg 150 Jahre später wurden die Stadt und die Kirche fast komplett zerstört. Alles wurde danach neu aufgebaut und die Stadt erhielt eine gemauerte Stadtfestung.