EFRE-Förderprogramm

Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung EFRE-Gebiet "Stadtmitte" 2021 - 2027

EU- und Sachsen-Wappen

Die Teilmaßnahme „Programmbegleitung“ umfasst die fachliche Begleitung der Stadtverwaltung und ihrer Mitarbeiter bei der Umsetzung der Maßnahmen des Gebietsbezogenen Integrierten Handlungskonzeptes (GIHK). Die Leistung wurde an das Büro KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH aus Dresden vergeben.

Im Rahmen der konzeptionellen Koordinierung berät und betreut die KEM die Stadt bei allen gebietsbezogenen Einzelmaßnahmen, erstellt in Abstimmung mit der Stadt Einzelanträge, Auszahlungsanträge und Verwendungsnachweise, sowie die Gesamtabrechnung für das Fördergebiet. Zudem umfasst die Programmbegleitung das Fördermittelmanagement einschließlich des Controllings, die Fortschreibung des GIHK, die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit und die Einbindung von Bewohnern und lokalen Akteuren in den Umsetzungsprozess. Zudem umfasst die Programmbegleitung auch die Berichterstattung gegenüber der Bewilligungsbehörde und anderen relevanten Stellen.  

Ziel der Teilmaßnahme „Öffentlichkeitsarbeit“ ist es, die Bürger während und nach der Programmdurchführung nachhaltig über die Realisierung der verschiedenen Förderprojekte unter Einsatz von europäischen Fördermitteln zu informieren. Hierfür plant die Stadt, wie auch bereits in der vergangenen EU-Förderperiode 2014–2020, die Erstellung einer gedruckten Broschüre inkl. Ausstellungstafeln zur Vorstellung und Beschreibung aller in dieser Periode realisierten Förderprojekte. Zudem plant die Stadt die Durchführung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen, welche im Durchführungszeitraum über einzelne EFRE-Projekte informieren und zur Beteiligung animieren sollen. Dafür werden sowohl Flyer, Plakate und Werbemittel hergestellt, als auch Räumlichkeiten sowie Technik angemietet.

Die Maßnahme beinhaltet u.a. die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit einer Generatorleistung von 62 kWp auf verschiedenen Teilen des Rathausdaches incl. Pufferspeicher und mit statischer Ertüchtigung der Dachkonstruktion und Erneuerung der Dacheindeckung als vorbereitende Arbeit. Sie soll übers Jahr betrachtet ca. 50 % des elektrischen Energiebedarfs des Rathauses decken. Zusätzlich ist die Montage einer geeigneten Verschattungsanlage an den Fenstern des Dachgeschosses zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes geplant. Im Rahmen der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes erfolgt der Austausch verschiedener Türen im Gesamtgebäude gegen neue Brandschutztüren.

Fotos siehe Verlinkung zur Hochbauseite

Im Rahmen der energetischen Sanierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes Fritz-Ebert-Straße 25 wurden 54 PV-Module auf der Südseite des Hauptdaches sowie den drei Sheddächern des Anbaus (incl. Energiespeicher) installiert.
Dabei wurden auch Dachdeckung und Dachschalung samt Blitzschutz erneuert. Die PV-Anlage (Leistung 23 kWp) deckt zum Großteil den hohen Strombedarf, insbesondere des Vereins Tafel Reichenbach e. V., mit klimaneutralem Strom ab. Dabei wurden Vorgaben des Denkmalschutzes berücksichtigt, einschließlich einer holzschutztechnischen Begutachtung der Dachkonstruktion.

Fotos siehe Verlinkung zur Seite sonstige Baumaßnahmen

1. Bauabschnitt Ersatzneubau Ableitung 1. TA

Der 1. Bauabschnitt umfasst den Ersatzneubau einer Ablaufleitung zwischen der Einleitstelle am Friesenbach bis zum Dammbereich zwischen den beiden Stadtparkteichen. Der 1. Bauabschnitt gliedert sich in 2 Teilabschnitte. Der 1. Teilabschnitt umfasst den Ersatzneubau der Ablaufleitung vom Gelände des unteren Volksfestplatzes, wo sich die Einleitstelle im verrohrten Abschnitt des Friesenbachs befindet, über den städtischen Lagerplatz unterhalb der Teiche bis zur Grenze des Stadtparkgeländes.
Da sich dieser erste Abschnitt außerhalb des denkmalgeschützten Bereiches auf städtischen Grundstücken befindet, kann mit der Ausschreibung zeitnah begonnen werden. Gleichzeitig erfolgt die Beteiligung der Unteren Denkmalbehörde zum Gesamtvorhaben. Nach Vorliegen der denkmalrechtlichen Genehmigung kann dann der zweite Teilabschnitt des Ersatzneubaus der Ablaufleitung im Bereich des Stadtparks erfolgen. 

Fotos siehe Verlinkung zur Seite Straßen- und Ingenieurbau

Im Rahmen dieser Maßnahme wurde die Installation einer leistungsfähigen Photovoltaikanlage mit Pufferspeicher auf dem erneuerten Dach durchgeführt. Diese PV-Anlage wird den Strombedarf der Kita nachhaltig decken und die Wärmeversorgung effizient unterstützen, wodurch sie einen wichtigen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien leistet.
Zusätzlich wurden eine moderne Dachdämmung sowie zeitgemäße Elektro- und Haustechnik installiert, um den Energieverbrauch zu reduzieren.

Fotos siehe Verlinkung zur Seite Sonstige Baumaßnahmen

Zur energetischen Verbesserung des Gebäudes wurde auf den Dachflächen der Friedensschule zur Süd-, Ost- und Westseite eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca. 80 kWp einschließlich eines Energiespeichers installiert. Für die Montage der Module wurde die gesamte Dacheindeckung des Hauptdaches aus Kunstschiefer erneuert – inklusive der Schalung sowie Teilbereichen der Verblechungen. Darüber hinaus waren umfangreiche Holzschutzarbeiten zur Ertüchtigung des Dachtragwerks erforderlich. Diese Maßnahmen erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.

Zudem wurde die altersbedingt verschlissene Kesselanlage durch zwei neue, effizientere Kessel mit jeweils 200 kW inklusive Regelung ersetzt. Um überschüssige elektrische Leistung aus der Photovoltaikanlage sinnvoll zu nutzen, wurde ein Pufferspeicher mit vier Heizpatronen für die elektrische Direktheizung installiert. Dadurch lässt sich der Gasverbrauch für die Warmwasserbereitung reduzieren und die Photovoltaikanlage optimal auslasten.

Als weitere konsequente Maßnahme wird die oberste Geschossdecke zum Kaltdachbereich flächendeckend mit einer Zellulose-Wärmedämmung aufgeblasen, um den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz zu verbessern. Für Wartungen und Kontrollen sind entsprechende Laufgänge vorgesehen.
Abschließend werden umfangreiche Malerarbeiten in den betroffenen Bereichen des Gebäudes als Wiederherstellungsmaßnahme durchgeführt.

Fotos siehe Verlinkung zur Hochbauseite

Die Maßnahme zur energetischen Sanierung der Turnhalle der Weinholdschule hat das Ziel, die CO2-Emissionen im Wesentlichen durch die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zu reduzieren. Dazu wird die Dachdeckung erneuert, um die Installation der Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zu ermöglichen. Zudem wird die Wärmedämmung in den Sozial- und Nebenräumen ergänzt.
Darüber hinaus werden die Elektroanlage angepasst, Tiefbauarbeiten für die Kabelverlegung durchgeführt und die Beleuchtung auf LED umgerüstet. Auch die Blitzschutzanlage und die HLS-Technik werden modernisiert.

Fotos siehe Verlinkung zur Hochbauseite

Der ca. 250m lange Abschnitt befindet sich auf der ehemaligen Bahntrasse nach Oberreichenbach und stellt eine wesentliche Komponente im vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrskonzept der Stadt Reichenbach dar.
Der Abschnitt Krummer Weg-Mosraberg ist Teil der Radwegverbindung nach Oberreichenbach vom Grünzug Sperlingsberg bis zum Freibad und darüber hinaus. Diese Strecke hat eine Länge von ca. 2,3 km.
Im Zuge des Radwegebaus wurden Teile der Bachmauer saniert und das Bachgeländer teilweise erneuert und auf der gesamten Strecke erhöht. Außerdem hat die Fahrradstraße in Teilbereichen der Bachgasse eine Beleuchtung erhalten.
Die Gesamtkosten betragen ca. 500.000 Euro. 75 Prozent der Kosten werden über das EFRE-Programm gefördert und 15 Prozent kofinanziert über das Förderprogramm Sozialer Zusammenhalt (Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten (SZP).

Fotos siehe Verlinkung zur Straßenbauseite

Die Holzkonstruktion des südlichen Teils der Pergola war baufällig. Teilweise mussten Teile aus Sicherheitsgründen bereits entfernt werden. Die Beleuchtung der Treppenaufgänge zum oberen Vorplatzbereich am Wasserturm waren defekt und die Beleuchtungselemente zur Anstrahlung des Wasserturms waren noch nicht auf energiesparende LED-Technik umgerüstet.
Mit der Erneuerung der Pergola wurden diese mit selbstklimmenden Rankpflanzen begrünt. Zur Ergänzung des Großgrüns im Bereich des südlich des Wasserturms gelegenen Spielplatzes wurden 3 Hochstämme gepflanzt werden. Für die sichere Begehbarkeit der Treppen im Vorplatzbereich wurden Geländer angebracht und die nicht mehr instandsetzbaren Pollerleuchten durch neue Leuchten ersetzt.

Fotos siehe Verlinkung zur Hochbauseite

Der Friedhofsvorplatz bildet den Ankommensbereich zum städtischen Friedhof und ist neben dem Friedhof und dem Stadtpark ein weiteres grünes Puzzleteil zur anliegenden Hauptverkehrsachse Zwickauer Straße. In dieser Funktion wird der Bereich von den Reichenbacherinnen und Reichenbachern rege genutzt. Mit Hilfe der EFRE-Förderung konnte der Friedhofsvorplatz mit Verweilmöglichkeit und Bepflanzung aufgewertet werden. Durch die Großgrünbepflanzung wird der parkähnliche Charakter des Areals gestärkt. Zudem spenden die Bäume Schatten und schützen den Boden vor dem Austrocknen. In Verbindung mit dem Stadtpark und dem Friedhof entsteht ein Grünzug, der sich positiv auf das Mikroklima der Umgebung auswirkt und insbesondere zur Frisch- und Kaltluftversorgung beiträgt. 
Im Zuge der Umgestaltung wurden Sitzmöglichkeiten angelegt. So lädt der Friedhofsvorplatz heute zum Treffen und Verweilen im Grünen ein. Dank der barrierefreien Wegeführung entsteht ein Begegnungsort für alle Bevölkerungsgruppen. Das Projekt wurde im Frühjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen.

Fotos siehe Verlinkung zur Seite Sonstige Baumaßnahmen

 

Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung EFRE-Gebiet "Stadtmitte" 2021 - 2027

Mit dem Programm „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung (NiSE) 2021–2027“ unterstützt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die sächsischen Städte und Gemeinden bei der Überwindung von strukturellen Defiziten, der Sicherung deren Zukunftsfähigkeit und der Verbesserung der Lebensqualität aller Altersgruppen. Zielstellung ist die Behebung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Problemlagen und die Aufwertung benachteiligter Stadtquartiere. Das Programm setzt dabei auf eine interdisziplinäre Stadterneuerung.
Vorbetrachtend galt es ein gebietsbezogenes und integriertes Handlungskonzept (GIHK) zu erstellen, welches es der Stadt Reichenbach im Vogtland ermöglichte, den entsprechenden EFRE-Förderantrag für das Gebiet „Stadtmitte“ am 23. März 2023 bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) einzureichen. Am 8. September desselben Jahres wurde diesbezüglich ein positiver Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 5,35 Mio. Euro erlassen.
Insgesamt umfasst das ausgewählte EFRE-Gebiet „Stadtmitte“ eine Fläche von etwa 216 Hektar. Mit Stand 31.12.2020 leben 5.037 Einwohner im Gebiet, was ca. 25 % der Gesamtbevölkerung der Stadt Reichenbach im Vogtland entspricht. Wegen seiner funktionellen und stadträumlichen Bedeutung sind weitläufige Bereiche des EFRE-Gebiets „Stadtmitte“ durch Städtebaufördergebiete von sozialem Zusammenhalt (SZP), von Wachstum und nachhaltiger Erneuerung (WEP) und dem Gebiet des Europäischen Sozialfonds (Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027) überlagert. Diese Bündelung von mehreren Programmen ist erklärtes Ziel des Freistaates Sachsen. Die südliche Hälfte des Gebiets überschneidet sich in weiten Teilen zudem mit dem ehemaligen EFRE-Gebiet der EU-Förderperiode 2014–2020. Wegen der vielfältigen und veränderten Problemlagen besteht in diesem Gebiet, trotz erfolgter Förderung und umgesetzter Maßnahmen, weiterhin Handlungsbedarf.
Mit der zugewiesenen Fördersumme möchte die Stadt bis Ende 2027 nun unterschiedliche Maßnahmen aus den Handlungsfeldern „Verringerung des CO2-Ausstoßes“, „Verbesserung der Stadtökologie“ sowie „Wirtschaftliche und soziale Belebung“ umsetzen. Dahingehend und im Sinn der Öffentlichkeitsarbeit ist es ebenfalls vorgesehen, regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen zu informieren, sowie in einzelnen Fällen die Einwohner zu beteiligen.
Die Stadt konnte mit Hilfe des Entwicklungsfonds Maßnahmen auf den Weg bringen, die in vielerlei Hinsicht das beschrieben Teilgebiet in den nächsten Jahren nachhaltig zum positiven verändern werden.

Informationen zum aktuellen Umsetzungsstand der EFRE-Maßnahmen

 

Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE-Gebiet "Erweiterte Innenstadt" 2014 - 2020

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, unterstützt Reichenbach bei der nachhaltigen Stadtentwicklung im Zentrum. In den vergangenen Förderperioden 2000 bis 2006, 2007 bis 2013 und 2014 bis 2020 flossen insgesamt ca. 23 Millionen Euro EFRE Mittel nach Reichenbach.
Im sächsischen EFRE-Förderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ wurden während der Förderperiode 2014 - 2020 speziell Stadtquartiere gefördert, die einen hohen Bedarf an nachhaltiger Stadtentwicklung aufwiesen.

EFRE war in den vergangenen 20 Jahren eine der wichtigsten Quellen für Fördermittel in Reichenbach. Damit konnten entscheidende Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Diese nachfolgende Broschüre stellt die in Reichenbach umgesetzten Projekte vor, schwerpunktmäßig die aus der Förderperiode 2014 - 2020.

Broschüre Stadtentwicklung Reichenbach EU-Förderprojekte 2014 - 2020

Zeitungsbericht Freie Presse vom 07.01.2023 zum Förderprogramm und dazugehöriger Ausstellung im Rathaus