Cunsdorf und Brunn: Bergbau, Salzhandel, LandvermessungStadtführung mit Regina Möller
…und 1930 eine Zeppelinlandung, bei der Tausende Schaulustige auf die Brunner Flur strömten. Hier wurde Geschichte geschrieben! Cunsdorf, 1367 als Cunratsdorf genannt, und Brunn, das schon um 1200 neben einer Sorbensiedlung entstanden ist, lagen an der Leipziger Straße, einer alten Handelsstraße, die über Mylau, Netzschkau, Elsterberg ins Vogtland führte. Bergbau auf Brauneisenstein, der in Cainsdorf zu Eisen geschmolzen, und Ockererde, die in Cunsdorf zu hochwertiger Wand- und Fassadenfarbe verarbeitet wurde, prägten über hundert Jahre das Bild der Region. Von den Salinen in Halle kam das „Weiße Gold“ zu uns. Im 19. Jh. begann in Cunsdorf das Industriezeitalter mit Textilherstellung und einer großen Brauerei. Brunn hatte ein Rittergut, eine Windmühle und ab 1865 einen Bahnanschluss nach Greiz und Neumark.
Regina Möller vom Fremdenverkehrsverein „Nördliches Vogtland“ e. V. führt Sie durch Cunsdorf mit seinem ehem. Textilwerk R. Würker, an der ehem. Brauerei vorbei hinauf zum Dürren Berg mit der Vermessungssäule. Von der alten Salzstraße aus hat man einen Rundblick nach Thüringen und ins Erzgebirge. Ein Feldweg führt an einer Bergbauhalde vorbei nach Brunn zum Oberen Gasthof. Die Gruppe bleibt aber in Cunsdorf. Über die Kahmerer Straße geht es zurück zur Kneippstraße.
Eintrittspreise
5,00 Euro pro Person, Kinder unter 14 Jahren frei