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Vor dem Sachsengespräch – Oberbürgermeister und Vertreter der BITex treffen den Ministerpräsidenten

01.03.2018

In offener Atmosphäre wurde zum Thema Nachnutzung der Immobilien des Hochschulstandortes in Verbindung mit dem zu schaffenden Kompetenzzentrum für natürliche Kältemittel in Reichenbach gesprochen.

Bevor Ministerpräsident Michael Kretschmer am Abend des 28. Februar mit Vertretern der Staatsregierung zum Sachsengespräch ins Neuberinhaus ging, fand ein 45minütiges Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten, Landtagsabgeordneten Stephan Hösl, Oberbürgermeister Raphael Kürzinger, Stadträten der Stadtratsfraktion BITex/Grüne und weiteren Vertretern der BITex in den Räumen des Instituts für Textil- und Ledertechnik in der Klinkhardtstraße 30 statt.
Von Seiten des Reichenbacher Teils der Westsächsischen Hochschule waren Institutsdirektorin Prof. Dr. Silke Heßberg sowie Prof. Dr. Christian Busch von Rektorat anwesend.  

In offener Atmosphäre wurde zum Thema Nachnutzung der Immobilien des Hochschulstandortes in Verbindung mit dem zu schaffenden Kompetenzzentrum für natürliche Kältemittel in Reichenbach gesprochen.  

Folgende Themen wurden erörtert:
Die Vertreter der BITex wiesen darauf hin, dass sie nach wie vor von der Sächsischen Staatsregierung einen adäquaten Ersatz für die verloren gegangene Hochschulausbildung in Reichenbach fordern und dass die Immobilie der „Textilfachschule“ als hochwertiges Baudenkmal im Stil der Neuen Sachlichkeit zu schützen und zu erhalten ist.
Der Oberbürgermeister verdeutlichte, dass das Projekt Kältekompetenzzentrum auch unabhängig von der Immobilie entwickelt wird.
Die Gesprächspartner vereinbarten Schritte, um mit der Ausbildung von Diplomingenieuren der Kälte- und Klimasystemtechnik in Reichenbach zügig voranzukommen.  
Oberbürgermeister Raphael Kürzinger erläuterte zunächst den derzeitigen Stand der Entwicklung des Kompetenzzentrums für natürliche Kältemittel. Neben der Erarbeitung der Aufgabenstellung für das Ausschreibungsverfahren werden der Standort des Prüfzentrums auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Reichenbach vorbereitet und alle entsprechenden Fördermittel beantragt.  

Der Ministerpräsident handelte und nahm noch während des Gespräches das Objekt Klinkhardtstraße 30 von der Vermarktungsliste des Freistaates, der Eigentümer der Immobilie „Textilfachschule“ ist.
Bereits am Vortag hatte sich Michael Kretschmer über das Thema Kältekompetenzzentrum mit dem zuständigen Fachminister, dem Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, dem die Schritte zur Einrichtung eines solchen Kältekompetenzzentrums bereits bekannt sind, ausgetauscht.
Auf dem Weg zu den Terminen im Vogtland sprach der Ministerpräsident außerdem mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung bezüglich des Programms „Innovative Regionale Wachstumskerne“, um Fördermittel für dieses innovative Projekt der dualen Ausbildung zu akquirieren.

Er gab den Vertreter des Rektorats, Professor Busch die Anregung, über eine Kooperation der Westsächsischen Hochschule mit dem zu schaffenden Kompetenzzentrum nachzudenken.
In diesem Zusammenhang teilten die Institutsvertreter mit, dass sich der Umzug des Instituts für Textil- und Ledertechnik nach Zwickau noch voraussichtlich bis 2021 hinziehen könnte.  

Zum geplanten Jahresempfang der Stadt Reichenbach in diesem Jahr, der unter dem Thema „Kältekompetenz“ stehen soll, kündigte der Ministerpräsident an, einen mit diesem Thema vertrauten Vertreter der Staatsregierung als Gast zu entsenden, nach Möglichkeit Wirtschaftsminister Martin Dulig.

Die BITex verwies darauf, dass sie die Initiative der Stadt zur Bildung eines Kompetenzzentrums für natürliche Kältemittel nachdrücklich unterstützt und dieses Vorhaben durchaus als Ersatz für den Verlust der Hochschulausbildung in Reichenbach ansieht.  

Ministerpräsident Michael Kretschmer untermauerte zum Schluss des konstruktiven Austausches, dass er die Etablierung der Ausbildungs- und Forschungsstätte in Reichenbach als positives Beispiel für eine Entwicklung im ländlichen Raum sieht und das auch im folgenden Sachsengespräch deutlich machen wird. Er versicherte, dass er hinter dem Vorhaben Kältekompetenzzentrum steht und den Prozess der Etablierung unterstützen wird.