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"Egersche Brücke" wird saniert

15.01.2018

Am 15. Januar fand im Rathaus Reichenbach und anschließend an der „Egerschen Brücke“ ein Abstimmungstermin zum Thema weiteres Vorgehen Sanierung „Egersche Brücke“ statt.

Eingeladen dazu hatte Bernd Sablotny, Abteilungsleiter Verkehr im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (LASuV). Anwesend waren Landrat Rolf Keil, Oberbürgermeister Raphael Kürzinger, Frank Petzoldt, Niederlassungsleiter Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Ortsvorsteher Veit Bursian, Claus Keßler von der Bürgerinitiative zum Erhalt der denkmalgeschützten Brücke sowie weitere Behördenmitarbeiter.  

Die Verantwortlichen einigten sich darauf, zunächst eine Vereinbarung zur Sanierung der Brücke zwischen LASuV und der LISt GmbH, einer 100prozentigen Tochtergesellschaft des Freistaates für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Leistungen, und der Stadt Reichenbach für die Sanierung der Brücke zu schließen. Darüber hinaus sollen ca. 150 Meter Rad- und Fußweg als Anbindung zur Kreuzholzstraße und zum Göltzschtalradweg sowie dem Radweg Euregio Egrensis mit gebaut werden.
Als weiterer Schritt muss Baurecht geschaffen werden. Dabei ist zu prüfen, ob ein Planfeststellungsverfahren notwendig wird.
Die Gesamtbaukosten werden mit ca. 1,5 Mio. Euro geschätzt. Der Radwegebau ist zu 90 Prozent über das Programm zum Ausbau des Radwegenetzes förderfähig.
Der Reichenbacher Stadtrat hat im Mai 2017 beschlossen, die „Egersche Brücke“ nach erfolgter grundhafter Sanierung in seine kommunale Straßenbaulastträgerschaft zu übernehmen. Dies würde auch den Radweg in diesem Bereich betreffen.  

Die 1756 erbaute „Egersche Brücke“ stellt ein historisch wertvolles, unter Denkmalschutz stehendes, Ingenieurbauwerk dar. Sie diente bis 1967 als Straßenbrücke und wurde danach von einer Stahlbetonbrücke in ihrer Funktion abgelöst. Seit dieser Zeit wurde die „Egersche Brücke“ lediglich noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Mit den durch das Junihochwasser 2013 eingetretenen zusätzlichen Schädigungen an der „Egerschen Brücke“ musste diese für jegliche Nutzungen gesperrt werden.