Informationen zu Förderprogrammen für Selbstständige und Unternehmen

Für Gewerbetreibende und Unternehmen

Gewerbetreibende und Wirtschaftsunternehmen stehen im Rahmen der Corona-Krise vor teils großen Herausforderungen.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Reichenbach beantwortet auch in dieser Situation Fragen der Unternehmer*innen in Reichenbach.

Kontaktieren Sie uns gern telefonisch oder per E-Mail. 

Übersicht zu den einzelnen Maßnahmen

Um den wirtschaftlichen Einschnitten und Folgen der Coranakrise möglichst schnell entgegenzuwirken haben Bund und Länder umfassende Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet.

Unten aufgeführt finden Sie eine Übersicht zu den einzelnen Maßnahmen sowie eine Verlinkung zu weiteren Informationen. Voraussetzung für alle Maßnahmen ist, dass die beantragten Hilfen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Coronakrise stehen.    

Nicht rückzahlbarer Zuschuss

Kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können einmalig für drei Monate unbürokratische Soforthilfe in Form von Zuschüssen zu Betriebskosten gewährt bekommen.
Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.
Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro,
Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 Euro. 

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).
Anträge können bis spätestens 31. Mai 2020 bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) gestellt werden.
Zur SAB
direkt zum Antrag Soforthilfe-Zuschuss-Bund (ausfüllbar)
Vollzugshinweise für Soforthilfen
Datenschutzhinweise

Weiterhin sollen Selbstständige einen leichteren Zugang zur Grundsicherung erhalten um Lebensunterhalt und Unterkunft zu sichern.
Die Vermögensprüfung wird für sechs Monate ausgesetzt, Leistungen sollen sehr schnell ausgezahlt werden.
Weitere Infos

Kurzarbeitergeld

Ein Unternehmen mit Arbeitsausfall, der auf wirtschaftlichen Gründen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie beruht, kann das Instrument des Kurzarbeitergeldes nutzen.
Durch diese Leistung werden Lohnausfälle bei (teilweiser) Nichtbeschäftigung ausgeglichen, Arbeitsplätze erhalten und Arbeitslosigkeit vermieden.
Das Kurzarbeitergeld wird für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bei unvermeidbarem und vorübergehendem Entgeltausfall, der auf wirtschaftlichen Ursachen oder einem unabwendbaren Ereignis (insbesondere Arbeitsausfall durch behördliche Maßnahmen zum Schutz vor Coronavirus) beruht, gezahlt.

Betriebliche Voraussetzung ist, dass der Betrieb mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat.
Das Kurzarbeitergeld muss vorher arbeitsrechtlich wirksam vereinbart werden. Dies erfolgt einzelvertraglich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oder auf der Grundlage eines Tarifvertrages mit einer Betriebsvereinbarung und Zustimmung des Betriebsrates.

Die Kurzarbeit erfordert eine Anzeige des Arbeitsausfalls bei der Bundesanstalt für Arbeit durch den Arbeitgeber.
Erst danach kann es vom Betrieb beantragt werden. Die Bundesagentur für Arbeit  muss in jedem Einzelfall die Voraussetzungen prüfen.
Nähere Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes

"Sachsen hilft Sofort“

Einzelunternehmer (Solo-Selbstständige), Kleinstunternehmer und Freiberufler werden mit dem Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“ unterstützt.
Voraussetzung ist, dass der Antragsteller zum 31. Dezember 2019 wirtschaftlich gesund war und für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent prognostiziert wird.
Die Zuwendung wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen von mindestens 5.000 Euro und höchstens 50.000 Euro gewährt.
In Ausnahmefällen ist eine Aufstockung auf 100.000 Euro möglich.

Das Darlehen wird aus öffentlichen Mitteln des Freistaates Sachen direkt ausgezahlt.
Dabei funktioniert die Bewilligung ohne Hausbank und das Darlehen kann schnell und flexibel gegeben werden.
Weitere Informationen

Erstattung aufgrund Verdienstausfalls durch angeordnete Quarantäne

Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen.
Bei Angestellten zahlt in der Regel der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt zunächst weiter. Dieser kann sich das Geld im Nachhinein von der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen. 
Landesdirektion

Steuerliche Hilfen

Zur Verbesserung der Liquidität erhalten unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen folgende steuerliche Hilfen:
-> Finanzbehörden gewähren Stundungen von Steuerschulden.
-> Steuervorauszahlungen können angepasst werden.
-> Auf Vollstreckungsmaßnahmen werden verzichtet.
Dazu ist der Kontakt zum zuständigen Finanzamt aufzunehmen.
Die Bundesregierung hat weitere Erleichterungen beispielsweise bei Abschreibungen schnellstmöglich in Aussicht gestellt. 
Bundesfinanzministerium

Kredite für Große Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler

Große Unternehmen können über einen vom Bund gegründeten Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit großvolumigen Hilfen unterstützt werden.
Dieser enthält Hilfen für Kapitalmaßnahmen, Bürgschaften und für die Refinanzierung bereits beschlossener KfW-Programme. 

Die KfW-Bank stellt in großem Rahmen verschiedene Kreditprogramme für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler bereit.
Zugang zu den Krediten erhalten Sie über Ihre Hausbank. Bei Bedarf kann dort auch auf das Instrument von Bürgschaften zurückgegriffen werden.
Einen Überblick zu den verschiedenen Programmen erhalten Sie hier

Webinar für Unternehmen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer Chemnitz (HWK), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB Südwestsachsen) und die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) informieren gemeinsam und abgestimmt zu den Maßnahmen und Angeboten für Unternehmen, die aktuell von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie und den damit einhergehenden Präventivmaßnahmen betroffen sind.

Zu diesem Zweck stellen die Partner ein digitales Angebot bereit, auf dem Sie sich regelmäßig, interaktiv und live zu den bereits angelaufenen Unterstützungsangeboten wie bspw. den neuen Regelungen zum Kurzarbeitergeld, aber auch zu den sich weiter entwickelnden Angeboten informieren können.
Die wöchentlich live stattfindenden Veranstaltungen in Form eines Webinars werden aufgezeichnet und stehen im Anschluss dauerhaft zur Anschauen oder Nachhören bereit.
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